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Kürzungen und "Instrumentenreform"

 

Nicht nur Bremen, auch der Bund muss angesichts des Schuldenbergs auf die Ausgabenbremse treten – und trifft damit nun insbesondere Arbeitslose. Wie mit dem Sparpaket der Bundesregierung festgelegt, fällt bis 2014 ein Großteil der finanziellen Mittelfür eine aktive Arbeitsmarktpolitik weg. Damit fehlen 2012 allein im Land Bremen im Vergleich zu 2010 fast 33 Millionen Euro, um Arbeitslose zu fördern oder zu qualifizieren – davon betroffen sind vor allem die 15.000 Kolleginnen und Kollegen in Bremen und Bremerhaven, die länger als ein Jahr ohne Arbeit sind. Bremen wird dieses Geld nicht kompensieren können.

Die Arbeitnehmerkammer ist sich aber mit anderen Bremer Institutionen einig, dass eine Kürzung der Mittel und eine Neustrukturierung der Förderinstrumente – so wie jetzt geplant – den Arbeitsmarkt und damit die Gesellschaft weiter spalten wird. Zusammen mit dem DGB, dem Paritätischen und der Landesfrauenbeauftragten wenden wir uns deshalb in einer gemeinsamen Erklärung an die Bremer Landesregierung. Darin fordern wir das Land Bremen auf, regional alle Möglichkeiten zu nutzen – von der Bereitstellung von Landesmitteln aus allen Ressorts bis hin zur Einflussnahme auf die Förderpolitik von Agentur und Jobcenter. Nur so bekommen wir es hin, regional eine Arbeitsmarktpolitik zu gestalten, die den Menschen auch gerecht wird. Gerade jetzt, wo an aller Orten über den Fachkräftemangel gesprochen wird, sollte Bremen die Chance nutzen, aktiv gegenzusteuern. Dazu ist es aber nötig, Langzeitarbeitslose und Beschäftigte im Niedriglohnbereich gezielt zu qualifizieren – diese Chance sollte Bremen sich nicht nehmen lassen.

 


Lesen Sie unsere zwei Schwerpunkt-Artikel aus dem BAM 7/11:

 

Gemeinsame Erklärung von DGB, ZGF, Paritätischem und Arbeitnehmerkammer an die Bremer Landesregierung:


Weitere Informationen:
 

Überproportionale Kürzungen – Bundesregierung lässt Hartz-IV-Empfänger/innen im Stich (pdf)
8. September 2011, Autor: Peer Rosenthal

Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente (pdf)
24. August 2011, Autor: Peer Rosenthal, Vortrag bei der Vorstandssitzung von ver.di Bremen

Instrumentenreform 2011: Perspektiven oder neue Sackgassen?
(pdf)
22. August 2011, Autor: Peer Rosenthal, Vortrag beim AK berufliche Perspektiven für Frauen Bremerhaven

Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt. Synopse vom 23. November 2011
(pdf)
Bundesagentur für Arbeit

Anrufung des Vermittlungsausschusses durch den Bundesrat zum Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt
(pdf)
14. Oktober 2011, Bundesrat

Änderungsantrag der Fraktionen CDU/CSU und FDP zu dem Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt (pdf)
20. September 2011, Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales

Wortprotokoll der öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 05. September 2011 (pdf)
Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales 

Videoaufzeichnung der öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 05. September 2011
Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales

Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 05. September 2011 (pdf)
31. August 2011, Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales

Unterrichtung durch die Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt (pdf)
25. August 2011, Stellungnahme des Bundesrates und Gegenäußerung der Bundesregierung 

Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt (pdf)
24. Juni 2011, Gesetzentwurf der Bundesregierung

SGB II-Eingliederungsmittel in den Haushaltsjahren 2010 bis 2012 (Ausblick), Verteilung der Mittel auf die „Jobcenter" und die 16 Länder (pdf)
15. Juli 2011, Paul M. Schröder / BIAJ