Sie befinden sich auf dem Internetangebot der Arbeitnehmerkammer Bremen.
Arbeitnehmerkammer auf Twitter


Der Einbruch nach der Wirtschafts- und Finanzkrise ist in der Bundesrepublik und auch in Bremen ausgeblieben. Die Anzahl der Stellen ist wieder nahezu auf Vorkrisenniveau - auch wenn sich der Beschäftigungsaufbau in Bremen nicht ebenso schnell vollzieht wie im Bund.

Aber nach dem Ende der Krise kündigt sich ein neuer Boom der - häufig schlecht bezahlten - Leiharbeit im Land Bremen an. Sie legte innerhalb des Jahres 2010 um 29 Prozent zu. Zugleich sind nahezu 50 Prozent der offenen Stellen im Land Bremen im Bereich der Leiharbeit ausgeschrieben. Auch andere unsichere Beschäftigungsformen wie etwa Teilzeit-Arbeit und Minijobs sind weiter im Vormarsch: Das Land Bremen kann hier republikweit als einer der "Spitzenreiter" gelten.

Außerdem sind rund 18.000 Menschen im Land Bremen zusätzlich zu ihrem Verdienst auf Leistungen nach Hartz IV angewiesen - das heißt, dass jeder vierte Hartz IV Empfänger gleichzeitig beschäftigt war. 35 Millionen Euro aus dem Bremer Haushalt werden für diese sogenannten aufstockenden Leistungen verausgabt.

Und: Weit über die Hälfte der Aufstocker verdient weniger als 7 Euro 50 brutto in der Stunde. Wenn also verhindert werden soll, dass Menschen trotz Vollzeitjob nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten können, brauchen wir zum einen den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8 Euro 50, zum anderen ist die Regulierung der Zeitarbeit längst überfällig.



Zum Themenbereich 'Arbeit und Gesundheit'


Aktuelles:
 

November 2016  "Behinderung darf nicht arm machen" - Kommentar zum Entwurf des Bundesteilhabegesetzes

Juli 2016 Mit Handicap im Job: Schwerbehinderte Beschäftigte in Bremen

Juli 2016 Heiß und kalt: Extreme Temperaturen am Arbeitsplatz

April 2016: Arbeitslosenversicherung stärken (pdf)
Stellungnahme der Arbeitnehmerkammer Bremen zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales

Mitteilung des Deutschen Bundestages zur Anhörung am 11.4.2016

April 2016: Perspektive Ausbildung? (pdf)
Handlungsfelder und Gelingensbedingungen am Übergang junger Asylsuchender von der Schule in den Beruf in Bremen

März 2016: Über die Risiken und die erträgliche Gestaltung der Nachtarbeit
"Wir können die Natur nicht hintergehen"

Feb. 2016: Stellungnahme zur Kombi-Rente: Ein sozialpolitisches Vabanquespiel? (pdf)

18.02.16: Gesetzentwurf zu Leiharbeit und Werkverträgen

18.02.16: Verdienen Sie jetzt fair?


Thema Arbeiten 4.0

  • April 2016: Arbeiten 4.0 - Momentaufnahmen aus Bremen (pdf)
    aus dem Bericht zur Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land Bremen

    Mit dem Thema Arbeiten 4.0 – "Arbeiten und Leben in einer digitalen Zukunft" greift die Arbeitnehmerkammer eine breit angelegte gesellschaftliche Debatte auf. Festzustellen ist allerdings, dass viele dieser Debattenbeiträge erstens den Aspekt des "Neuen" herausheben und sehr stark auf die technischen Aspekte unter dem Label "Industrie 4.0" fokussiert sind. Die Arbeitnehmerkammer verfolgt einen breiteren Ansatz, bei dem die Auswirkungen des Wandels auf die Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation im Mittelpunkt stehen. Ferner werden die aktuellen Entwicklungen in einen historischen Kontext eingeordnet. Im Fokus stehen damit nicht nur die kommenden Automatisierungs- und Digitalisierungsschübe in der Industrie, sondern auch jene Prozesse im Dienstleistungsbereich, in der Gesundheits- und Pflegewirtschaft oder auch in der Logistik, die schon seit vielen Jahren weit fortgeschritten sind.
  • September 2016: Stellungnahme zum Grünbuch „Arbeitenviernull“ des Bundesarbeitsministeriums (pdf)
    Im Frühjahr 2015 stellte die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles das Grünbuch „ArbeitenVierNull“ vor. Sie forderte die Akteure der Arbeitspolitik (Verbände, Wissenschaft, Politik, Betriebe) zu einem breiten offenen Diskurs über die Fragen zur Zukunft der Arbeitswelt im Kontext zunehmender Digitalisierung auf. Auch die Arbeitnehmerkammer beteiligt sich hieran und bezieht zum Grünbuch Stellung.


Unsere Rechtstipps zum Thema:
 

Unter Publikationen finden Sie unsere Rechtstipps.

Links:
 

Institut Arbeit und Wirtschaft
(IAW)

Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe
(BIAJ)

Online-Dossier zur Arbeitsmarktpolitik
Bundeszentrale für politische Bildung (BpB)

Hans-Böckler-Stiftung

Institut für Arbeit und Qualifikation
(IAQ)

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
(IAB)

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
DIW

DGB-Index Gute Arbeit
Der DGB-Index Gute Arbeit ist das menschliche Maß für die Arbeit - ein wissenschaflich fundiertes Instrument zur Erfassung der Arbeitsbedingungen aus Beschäftigtensicht. Seit 2007 wird mit dem DGB-Index Gute Arbeit einmal jährlich bundesweit die Arbeitsqualität gemessen. Maßgeblich ist dabei ausschließlich das Urteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Focus-Reihe "Gute Arbeit" der Friedrich-Ebert-Stiftung

Weitere Informationen:
 

11.02.15: Schwerpunkt Fachkräftemangel

 

13.11.14 Schwerpunkt Mindestlohn

13.11.14: Aufstiegsqualifizierungen für medizinische Fachangestellte: Frauenberufe attraktiv machen

Das neue Rentenpaket: Was steckt drin?

Schwerpunkt: Ausbildung garantiert?

Minijobs: Oft gering entlohnt - Befragung

Werkverträge:




Kann man gute Arbeit messen? Ja! Mit dem Arbeitsklima-Index des DGB lassen sich viele Indikatoren für gute Arbeit abbilden - von Fragen gesundheitlicher Belastung bis zur Unternehmenskultur. Auf einer Fachtagung am 28.11.2007 hat die Arbeitnehmerkammer diesen Index vorgestellt, ergänzt durch eigene Bremer Befragungen.