Zielsetzung des Gender Mainstreaming ist es, das politische und wirtschaftliche Handeln besser an den Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern auszurichten.
Der Begriff „Gender" meint das „soziale Geschlecht", d.h. es geht darum, Geschlechteraspekte systematisch in den Hauptstrom (Mainstream) von gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen einzubringen. Der politische Auftrag besteht darin, mögliche Unterschiede in den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Männern und Frauen in den Blick zu nehmen, um davon ausgehend gesellschaftliche Chancengleichheit herzustellen.
Alle Mitgliedsländer der EU verpflichten sich darauf, die Bundesregierung arbeitet seit 2002 an der Umsetzung und wie andere Bundesländer hat der bremische Senat am 06.Mai 2003 ein Konzept zur Implementierung von Gender Mainstreaming beschlossen.
Die Arbeitnehmerkammer Bremen begleitet aktiv diesen Prozess durch Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit, auch durch Umsetzung von Gender Mainstreaming im eigenen Haus.
Vortrag: "Schwangerschaft darf kein Berufsverbot sein – Die Mutterschutzverordnung umsetzen!" (pdf)
September 2011, Autorin: Barbara Reuhl
Bericht: "Geschlechterperspektive für einen wirksameren Arbeits- und Gesundheitsschutz"
Unter diesem Titel hat eine länderübergreifende Arbeitsgruppe einen ausführlichen Bericht für die 21. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister der Länder (GFMK) im Juni 2011 auf Schloss Plön erarbeitet. Federführend war das Land Hessen; für das Land Bremen war die Arbeitnehmerkammer Bremen an der Arbeitsgruppe beteiligt.
Die Einbeziehung der Geschlechterperspektive in Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung kann nach Auffassung der Mitglieder der 21. GFMK dazu beitragen, die gesundheitlichen Chancen von Männern und Frauen bei der Arbeit zu verbessern. Diese stehen - aus der Perspektive des Lebensverlaufs betrachtet - im Zusammenhang mit anderen Rahmenbedingungen von Arbeit: Geschlechtersegregation des Arbeitsmarktes, Entgelt, Beschäftigungsformen, Berufskontinuität und Aufstieg, Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die länderübergreifende Arbeitsgruppe setzt ihre Arbeit fort: Für die 22. GFMK wird sie sich intensiv mit den Themen „Geschlechtergerechte betriebliche Gesundheitsförderung" sowie „Geschlechteraspekte beim Arbeits- und Gesundheitsschutz in atypischen Beschäftigungsverhältnissen" befassen.
Downloads:
- Auf der Website des hessischen Sozialministeriums steht der Bericht im Wortlaut zum Herunterladen zur Verfügung.
- Die Website des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Integration in Schleswig-Holstein bietet die Beschlüsse der 21. GFM zum Download.
Vortrag: "Gender Mainstreaming in Arbeit und Gesundheit" (pdf)
Juni 2011, Autorin: Barbara Reuhl
Broschüre: "Ein freudiges Ereignis?! Arbeitsschutz in Schwangerschaft und Stillzeit" (pdf, 1.13 MB)
Mai 2010, Herausgeberinnen: Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung
der Gleichberechtigung der Frau und Arbeitnehmerkammer Bremen
Buchhinweis: "Arbeit und Gesundheit: geschlechtergerecht?! Präventive betriebliche
Gesundheitspolitik aus der Perspektive von Männern und Frauen." (Info-Flyer, pdf, 48 KB)
Zum Buch: Geschlechtergerechter Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung
berücksichtigen die Belange beider Geschlechter. Dafür sind
geschlechtersensible Instrumente und Verfahren zu entwickeln und
anzuwenden. In diesem Buch werden die Erfahrungen und Konzepte des
Netzwerks »Gender in Arbeit und Gesundheit« vorgestellt.
(Link zum Verlag)
Kleiner Check für die betriebliche Praxis: Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung - geschlechtersensibel? (pdf, 25.7 KB) vom Netzwerk Gender in Arbeit und Gesundheit
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Gesundheit bei der Arbeit - Ressourcen von Männern und von Frauen
In der Veranstaltung vom 29. Mai 2008 wurden soziale und gesundheitliche Möglichkeiten und Bewältigungsstrategien von Männern und von Frauen identifiziert und ihre Bedeutung herausgearbeitet. Zielsetzung ist, passgenaue Maßnahmen in Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung zu entwickeln und damit auch zur Chancengleichheit in der Arbeitswelt beizutragen. Anhand von Beispielen und Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis wurden verschiedene Aspekte diskutiert:
- Belastungen am Arbeitsplatz - unterscheiden sich die Ressourcen von Männern und von Frauen?
- Handlungsspielräume und Bewältigungsstrategien von Männern und von Frauen - wem hilft was?
- Gesundheit bei der Arbeit - wie kann die geschlechtersensible Perspektive in der Praxis umgesetzt werden?
- Flyer zur Tagung: "Gesundheit bei der Arbeit: Ressourcen von Männern und von Frauen" (pdf 156 KB)
- Schaubild: Belastungen - Ressourcen - Gesundheit im Lebensverlauf (ppt 144 KB)
- Frauensensible Betriebliche Gesundheitsförderung (pdf 787 KB)
- Betriebliche Gesundheitsförderung für Männer und Frauen am Beispiel Stress - ein Projekt der IG BCE (ppt 774 KB)
- Gender Stress - Geschlechterrollen und psychische Belastungen in der Arbeitswelt (ppt 471 KB)
- Gender Mainstreaming im betrieblichen Gesundheitsmanagement in der niedersächsischen Landeshauptstadt (pdf 453 KB)


