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›Auf meinem Balkon darf ich grillen, wann ich will‹

23. Juni 2015



Immer wieder ist das Grillen auf dem Balkon Anlass für Nachbarschaftsstreitigkeiten. Grundsätzlich ist Grillen im Garten und auf dem Balkon erlaubt. Klar festgelegte Vorschriften gibt es nicht, dafür aber zahlreiche unterschiedliche Gerichtsentscheidungen, wie oft Grillen erlaubt ist. Sie reichen von dreimal pro Saison und maximal sechs Stunden jährlich über fünfmal im Jahr bis zu zweimal im Monat.

Verboten ist das Grillen auf dem Balkon, wenn es in Mietvertrag oder Hausordnung steht. Wer es dann trotz Verbot tut, riskiert eine Abmahnung vom Vermieter und in der Folge sogar eine fristlose Kündigung. Außerdem gilt: Ein anderer darf durch das Grillen nicht unzumutbar beeinträchtigt werden – wenn also zum Beispiel Rauch und Qualm in die Nachbarwohnung ziehen. Das gilt auch beim Grillen im Garten oder auf der Terrasse und egal, ob man Mieter oder Eigentümer ist. Bis zu einem gewissen Grad müssen Nachbarn aber Geruchsbelästigungen (zum Beispiel Fleischgeruch) ertragen. Eine verrauchte Grillparty kann hingegen als Ordnungswidrigkeit bewertet werden, die eine Geldbuße nach sich ziehen kann.

Sorgen Sie beim Grillen also für den nötigen Abstand zum Nachbarn und achten Sie darauf, wohin der Qualm abzieht. Ein Elektrogrill ist hier unproblematischer als ein mit Holzkohle betriebener.

Rauch ist das eine, Lärm das andere: Bis 22 Uhr darf sich niemand über Gespräche oder begleitende Geräusche beschweren. Danach gilt die Nachtruhe, ab jetzt darf auf dem Balkon nicht weitergefeiert werden. Also entweder ganz gedämpft reden oder nach drinnen gehen.

(mol)