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"Es schneit – da reicht einmal morgens vor der Arbeit schippen und streuen und dann nach Feierabend noch mal" 

6. Januar 2015



Das stimmt so nicht. Das Bremische Landesstraßengesetz verpflichtet Anlieger von Grundstücken, die angrenzenden Gehwege bis zu einer Breite von drei Metern von Schnee zu räumen, so dass ein mindestens 1,50 m breiter Streifen für Fußgänger bleibt, und gegen Eis- und Schneeglätte abzustumpfen, etwa mit Sand oder Split. Das gilt an Werktagen von 7 bis 20.30 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr.

Eigentlich müssen die Grundstückseigentümer schippen, die Mieter sind nur dran, wenn es im Mietvertrag oder in der dazugehörigen Hausordnung steht. Und: Es reicht nicht, vor der Arbeit und nach Feierabend zu schippen. Je nach Witterungsverhältnissen muss man mehrmals am Tag räumen. Wer im Urlaub ist oder krank, muss für eine Vertretung sorgen – zum Beispiel durch Nachbarn – oder eine Firma beauftragen.

Wenn sich jemand auf ›Ihrem‹ Gehweg verletzt, weil nicht geräumt oder gestreut wurde, haften Sie als Streupflichtiger für die Arztkosten, eventuell kommen  Schmerzensgeld oder Verdienstausfallkosten dazu. Grundstücksbesitzer sollten eine spezielle Haftpflichtversicherung abschließen, bei Mietern greift die private Haftpflicht.

Wichtig: Salz darf nur sehr wenig und ausschließlich bei Glatteis und bei festgetretenem Eis und Schnee verwendet werden. Bei Straßen mit Bäumen oder die auf  anliegende begrünte oder baumbestandene Grundstücke entwässern, darf kein Salz verwendet werden.

(mol)