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13. November 2014

"Mein Bildungsurlaub muss sich auf meine Arbeit beziehen."

Das stimmt nicht. Ich kann das Thema meines Bildungsurlaubs frei wählen. Der Inhalt muss keinen Bezug zu meiner Arbeit haben. Ich kann beispielsweise Kurse zu Rückenübungen machen oder Stressbewältigung, eine Sprache lernen, mich politisch weiterbilden, zen-buddhistische Meditation, zeichnen oder fotografieren.

Das Bremische Bildungsurlaubsgesetz gewährt Bremer Beschäftigten einen Anspruch auf Bildungsurlaub. Das sind zum Beispiel auch Minijobber, Auszubildende und in Heimarbeit Beschäftigte. Voraussetzung ist, dass das Arbeitsverhältnis seit mindestens sechs Monaten besteht. Das Gehalt wird während des Bildungsurlaubs weitergezahlt. Die Kosten für die Veranstaltung trägt der Arbeitnehmer. Innerhalb von zwei Kalenderjahren hat man bei fünf Wochenarbeitstagen Anspruch auf einen Bildungsurlaub von zehn Arbeitstagen. Die Inanspruchnahme und der Zeitraum des Bildungsurlaubs sind dem Arbeitgeber in der Regel vier Wochen vor Beginn mitzuteilen. Der Arbeitgeber muss dann so früh wie möglich – in der Regel innerhalb einer Woche – mitteilen, ob der Bildungsurlaub gewährt wird. Ablehnen kann der Arbeitgeber den Zeitpunkt des Bildungsurlaubs nur unter engen rechtlichen Voraussetzungen. Bildungsurlaub gibt es nur für anerkannte Veranstaltungen.

Bildungsurlaub kann ich zum Beispiel bei der Volkshochschule Bremen und bei der Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen machen.
(mol)

Weitere Informationen zum Thema bieten unsere "häufig gestellten Fragen" sowie unser Flyer "Bildungsurlaub" (pdf).