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5. April 2016

Wenn der Paketbote zu Hause klingelt, sind viele Beschäftigte auf der Arbeit. Viele Mitarbeiter lassen sich deshalb private Bestellungen ins Büro schicken. Aber ist das erlaubt?


Grundsätzlich ist es nicht verboten. Am besten, man fragt den Vorgesetzten, ob die Zusendung an die Büroadresse in Ordnung ist und macht das nur ausnahmsweise. Denn natürlich geht Arbeitszeit verloren, wenn Pförtner oder Sekretariate mit privaten Päckchen beschäftigt sind. Und bedenken Sie – der Vorgesetzte könnte sich die Frage stellen: Hat der Mitarbeiter  die private Bestellung auch während der Arbeitszeit gemacht? Denn Ihre privaten Einkäufe sollten Sie in Ihrer Freizeit machen. Es sei denn, privates Surfen ist in Ihrer Firma ausdrücklich erlaubt.

Übrigens: Auch bei Lieferung an die Büroadresse gelten Sie als Verbraucher und nicht als gewerblicher Einkäufer, denn es kommt auf die Ware und die Verwendung an und nicht auf die Lieferadresse. Das ist wichtig, wenn es zum Beispiel um einen Widerruf geht.

Wenn die Zustellung im Büro nicht erlaubt ist und zu Hause nicht zugestellt werden konnte, bieten die verschiedenen Paketzustelldienste wie DHL, Hermes oder UPS unterschiedliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel eine Zustellung zu einem Wunschtermin oder an einen Wunschort an. Informationen gibt es im Internet.
(mol)