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"Lieferfahrzeuge dürfen überall parken und halten"

16. August 2014

Bremer Radfahrer müssen am Schüsselkorb zwischen Sögestraße und Katharinenstraße in Fahrtrichtung Violenstraße auf die Straßenbahngleise ausweichen, wenn die Fahrbahn zugeparkt ist. Wegen des Gefährdungspotenzials für die Radler ist dort vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr im Februar dieses Jahres ein absolutes Halteverbot eingerichtet worden. Trotzdem parken dort immer wieder Pkws oder Lieferfahrzeuge.




Wie ist das eigentlich bei Lieferfahrzeugen, dürfen diese überall parken und halten? 

Nein.
Das dürfen nur wenige, zum Beispiel die Müllabfuhr und amtliche Messfahrzeuge. Weder dem Paketdienst noch Lieferanten der Gastronomie ist es erlaubt. Für sie gibt es ausgewiesene Ladezonen.

Außerdem: Wer hält oder parkt und meint, die Warnblinkanlage einschalten zu müssen, verhält sich doppelt falsch. Nur bei konkreten Gefahren wie einem Stau-Ende, beim Abschleppen oder bei einem liegen gebliebenen Auto darf dieses Warnzeichen eingesetzt werden. In anderen Fällen ist der Gebrauch der Warnblinkanlage Missbrauch.

Albrecht Genzel, Verkehrsreferent des ADFC Bremen zur Situation am Schüsselkorb: ›Um die Unfallgefahr zu minimieren, müssen Radfahrer zwischen Herdentor und Katharinenstraße einen kontinuierlichen Fahrweg vorfinden. Eine Alternative zum häufig missachteten absoluten Halteverbot an der einen Stelle wäre eine Umgestaltung derart, dass zwischen Gleisbereich und rechter Fahrbahnbegrenzung kein Auto mehr passt: entweder durch eine Verbreiterung des Gehwegs inklusive Poller oder durch den parallelen oder schrägen Einbau von Fahrradbügeln.‹ (mol)