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"Wenn ich nach sechs Wochen Krankschreibung weiterhin arbeitsunfähig bin, muss ich meinem Arbeitgeber keine neue Bescheinigung vorlegen, weil ja dann nicht mehr der Arbeitgeber zahlt, sondern die Krankenkasse."

26. Juni 2014

Viele Beschäftigte glauben, dass sie nach einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als sechs Wochen dem Arbeitgeber keine Bescheinigung mehr vorzulegen brauchen. Denn der Arbeitgeber ist ja nach sechs Wochen nicht mehr verpflichtet, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall zu leisten, sondern die Krankenkasse zahlt – für maximal 72 weitere Wochen – Krankengeld.

Das stimmt nicht.

Denn in der Regel stellt der Arzt oder die Ärztin nach sechs Wochen nur noch eine Bescheinigung für die Krankenkasse aus. Der ›gelbe Schein‹ – das Attest – gilt für eine Krankheit über sechs Wochen hinaus nicht mehr. Der Arzt oder die Ärztin muss die weitere Arbeitsunfähigkeit für den Arbeitgeber im Bedarfsfall anders bescheinigen. Die Kosten dieser Bescheinigung trägt der Arbeitgeber. Unter Umständen reicht dem Arbeitgeber aber auch eine Bescheinigung der Krankenkasse über gezahltes Krankengeld. Am besten, Sie sprechen mit Ihrem Arbeitgeber, welches Vorgehen gewünscht ist.