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"Ich darf was dazustellen, wenn mein Nachbar seinen Sperrmüll auf die Straße stellt."
18. Februar 2014

Nein, das ist nicht zulässig. Für jeden Haushalt ist einmal jährlich eine Sperrmüllabfuhr in der Abfallgebühr enthalten (jede weitere kostet 67 Euro). Bei der Beantragung müssen Sie die Sperrmüllgegenstände auflisten, damit die Touren vom Volumen her geplant werden können. Wenn jeder etwas  zustellt, wird das schwierig.

Übrigens: Jeder Haushalt darf maximal fünf Kubikmeter Sperrmüll rausstellen. Somit sind Haushaltsauflösungen vom Sperrmüll ausgenommen.

Man darf auch nichts von Sperrmüllhaufen wegnehmen, das erfüllt sogar den Tatbestand der Beraubung. Allerdings ist es sicher etwas anderes, wenn Sie sich einen alten Stuhl mitnehmen, als wenn Sperrmüll organisiert ausgeweidet wird. Denn Sperrmüllhaufen ziehen auch Diebe an, die alles mitnehmen, was sich verkaufen lässt. Rund 45.000 Sperrmüllaufträge werden pro Jahr bearbeitet. Wenn die Entsorgungsmitarbeiter mit ihren Spezialfahrzeugen bei den Sperrmüllhaufen ankommen, sind 90 Prozent des Metallschrotts und der großen Elektrogeräte bereits entwendet. Jedes Jahr verschwinden Metalle im Wert von etwa 200.000 Euro, die eigentlich dem Gebührenhaushalt und damit allen Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahlern zugute kommen sollten.

Was können Sie gegen den Sperrmüllklau tun?

  • Wenn Ihr ausgedientes Möbelstück oder Elektrohaushaltsgerät noch gebrauchsfähig ist, können Sie es einer Gebrauchtwaren-Initiative überlassen. Kontaktadressen gibt es unter www.entsorgung-kommunal.de.
  • Bei den Recycling-Stationen Hulsberg und Blockland können Sie Sperrmüll und Elektrogeräte kostenlos abgeben. Zu allen 15 Recycling-Stationen können Sie Metalle bringen – vom Fahrrad bis zur Gardinenstange.
  • Beim Neukauf von Elektrohaushaltsgeräten bietet der Handel oft die Rücknahme des alten Geräts an. Weitere Informationen unter www.entsorgung-kommunal.de