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Regelungen für Minderjährige

14. August 2014
von Frank-Dieter Lutz (Referent im Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung der Handelskammer Bremen)

Worauf muss ich bei der Wahl des Ausbildungsberufs achten, wenn ich noch keine 18 Jahre alt bin?

Viele Ausbildungsverhältnisse beginnen, wenn der oder die Auszubildende noch minderjährig ist. Für Azubis zwischen 15 und 17 Jahren gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz. Dort finden sich wichtige Regelungen beispielsweise zu Schichtdienst, Ruhezeiten und Pausen. Zudem müssen Jugendliche eine gesundheitliche Erstuntersuchung durchführen lassen. Den Berechtigungsschein für den Arzt gibt es beim Gesundheitsamt. Letztendlich muss der Berufsausbildungsvertrag auch von den Eltern beziehungsweise den Erziehungsberechtigten mit unterzeichnet werden. Das gilt auch für Kündigung und Abmahnung, da minderjährige Jugendliche noch nicht voll geschäftsfähig sind.

In der Regel sind zum Beispiel Nacht- und Samstagsarbeit für jugendliche Azubis verboten. Außerdem gelten besondere Regelungen für Urlaub, Ruhepausen und die Freistellung für die Berufsschule.

In einzelnen Branchen, wie zum Beispiel im Hotel- und Gaststättengewerbe sind die dort geltenden einschlägigen Regelungen hinsichtlich etwa Ausbildungsvergütung, Urlaub, Freistellung, tägliche und wöchentliche Arbeitszeit zu beachten. Dies ist beispielsweise im Tarifvertrag über die Ausbildungsbedingungen im Hotel- und Gaststättengewerbe im Land Bremen geregelt (www.dehoga-bremen.de).

Außerdem dürfen Jugendliche keine Arbeiten ausführen, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von Gefahrstoffen im Sinne des Chemikaliengesetzes ausgesetzt wären. Auch Arbeiten, die mit Unfallgefahren verbunden sind, sind verboten, wenn die Jugendlichen sie wegen mangelnden Sicherheitsbewusstseins oder mangelnder Erfahrung eventuell nicht erkennen oder nicht abwenden können.